Was ist Reflexologie? Was sind ihre Vorteile?

15. April 2020

Inhalt teilen

Was ist die Reflexzonenmassage?

Die Reflexzonenmassage ist eine natürliche Technik, die darauf abzielt, Stress und seine möglichen Auswirkungen auf die Gesundheit zu regulieren. Durch gezieltes Berühren bestimmter Körperstellen, die als Reflexzonen bezeichnet werden, erkennt der Reflexologe Verspannungen und fördert deren Entspannung.

Es wird angenommen, dass diese Reflexzonen mit den Körperorganen verbunden sind, und die Stimulation dieser Bereiche die Funktion der Organe harmonisiert und so zur Homöostase führt, dem Gleichgewichtszustand der wichtigsten Körperfunktionen. Diese Zonen gibt es an den Füßen, Händen, Ohren und am Gesicht. Jede Reflexzone entspricht einem Körperorgan, einer Drüse oder einem Körperteil. Eine gezielte Stimulation dieser Reflexzonen versetzt den Organismus in einen Prozess des optimalen Ausgleichs der entsprechenden Körperstellen. 

Andere natürliche Gesundheitsmethoden basieren auf dem gleichen Prinzip  : die Akupunktur und die Aurikulotherapie.…

Woher stammt die Reflexzonenmasse?

Die Reflexzonenmassage gilt im Westen als Massagetechnik, wird jedoch in China seit über 5000 Jahren als echte traditionelle Medizin praktiziert..

Es finden sich auch Hinweise auf die Reflexzonenmassage im antiken Ägypten. Das Grab von Ankhmahor, Arzt und Wesir des Pharaos Teti (2323 bis 2291 v. Chr.), ist das erste Zeugnis für die Anwendung der Reflexzonenmassage. Auf seinem Sarkophag sind verschiedene medizinische Szenen wie die Geburt, aber auch die Fuß- und Handreflexzonenmassage dargestellt. In Hieroglyphen findet man die Inschriften: « „Tu mir nicht weh“, sowie die Antwort hierauf „Ich werde dafür sorgen, dass du mir dankbar sein wirst.“ raquo;.

Die Entdeckung alter Schriften legt nahe, dass sich Inkas und Indianer ebenfalls dieser Technik bedienten.

Die verschiedenen Arten der Reflexzonenmassage

Im Zusammenhang mit verschiedenen Bereichen des Körpers gibt es unterschiedliche Arten der Reflexzonenmassage.

  • Die Fußreflexzonenmassage ist die am häufigsten praktizierte Therapie. Eine bestimmte Berührung kann Verspannungen und andere Funktionsstörungen des Körpers lokalisieren und diesen wieder dynamisieren. Diese Praxis beruht auf der Tatsache, dass jeder Teil des menschlichen Körpers für eine bestimmte Stelle am Fuß steht. Der Körper wird hierbei in Längszonen unterteilt, die 40 Körperorganen entsprechen. Wie bei einem Hologramm werden die Organe auf der linken Körperseite dem linken Fuß zugeordnet, und das Gleiche gilt für die rechte Seite. Zum Beispiel repräsentiert ein Teil der Ferse den Ischiasnerv und der Ansatz des kleinen Zehs steht für das Ohr.

Entspannung in einem Relax in der „Zero Gravity“-Position an einem Pool

Die Handreflexzonenmassage wirkt - ähnlich wie bei den Füßen – über Reflexzonen, aber an den Händen. Die rechte Hand entspricht der rechten Körperseite und die linke Hand der linken Körperseite. Durch stimulierende Massagen von Reflexpunkten auf der Handfläche kann der Reflexologe verschiedene Organe vitalisieren.

Die Gesichts- und Kopfreflexzonenmassage, auch « Dien Cham »genannt, ist eine aus Vietnam stammende, neuere Methode. Sie bedient sich verschiedener Techniken, um die Reflexzonen am Gesicht und am Kopf zu stimulieren.

  • Die Aurikulotherapie : auch an den Ohren befinden sich Reflexzonen, die stimuliert werden können. Verschiedene Techniken zur Stimulation dieser Zonen fördern die selbstregulierenden Funktionen des Organismus.
  • Die Nasenreflexzonentherapie ist eine Form der Reflexzonenmassage, die nur selten angewendet wird. Bei dieser Technik werden mithilfe eines Stäbchens die Reflexzonen in den Nasenhöhlen stimuliert.

 

Was sind die Vorzüge der Reflexzonenmassage?

Die Reflexzonenmassage wird häufig zur Linderung von Stress und Verspannungen eingesetzt und ist vor allem eine natürliche Behandlung.

Es handelt sich um eine Methode zur Gesundheitsprävention, zum Wohlbefinden oder Besserfühlen sowie um eine nicht-medikamentöse Behandlungsweise zur Stressreduktion durch Berührung.

Die Reflexzonenmassage ist für jeden Menschen und Alter geeignet: Babys, ältere Menschen, schwangere Frauen oder Sportler, und ergänzt die klassische medizinische Behandlung bei Kranken. Die Reflexzonentherapie ist Teil der unterstützenden Pflege in der Onkologie.

Die stimulierende Berührung hilft dabei, nervöse Spannungen zu reduzieren, Muskeln zu entspannen und die Durchblutung zu verbessern.  Sie schafft absolute Relaxmomente und eine große Entspannung, wahrnehmbar ab der ersten Sitzung.

 Relaxsessel in „Zero-Gravity“-Position zur Förderung der Entspannung

Wenn die Reflexzonenmassage regelmäßig durchgeführt wird, ist sie eine ausgezeichnete natürliche Technik, um die ordnungsgemäße Funktion des menschlichen Organismus  ;zu erhalten. Gleichzeitig wirkt sie unterstützend bei einem Genesungsprozess. Sie wird auch empfohlen, um das natürliche Gleichgewicht des Körpers aufrechtzuerhalten, Beschwerden im Zusammenhang mit Angst, Müdigkeit, Überlastung zu lindern  ; sowie Störungen des Schlafs, der Verdauung und des Hormonsystems… entgegenzuwirken.

  Reflexologen arbeiten in entspannungsfördernden Räumen, die mit einem Massagetisch oder einemRelaxsessel ausgestattet sind, sei es in einer Praxis, in einer Gesundheitseinrichtung oder bei den Kunden zu Hause.

 

Wer praktiziert die Reflexologie?

Reflexologen werden in Schulungseinrichtungen für Reflexzonentherapie ausgebildet. Auch wenn dieses Fachgebiet in Frankreich nicht anerkannt ist, wurde im Jahr 2015 der Titel Reflexologe eingeführt , welcher im Nationalen Verzeichnis der Berufszertifizierungen eingetragen ist.

Es existieren Verzeichnisse verschiedener Gruppierungen von Reflexologen (Verbände, Gewerkschaft…). Eine Mitgliedschaft im Französischen Reflexologenverband (FFR) garantiert der Öffentlichkeit einen ausgebildeten, deklarierten und versicherten Reflexologen, der einem strengen Ethik-Kodex folgt. Der FFR gruppiert Schulen und Schulungszentren, die eine Ausbildung entsprechend der Qualitätskriterien anbieten und am Ende der Ausbildung den Teilnehmern bescheinigen, professionell praktizieren zu können.

Der Praktiker selbst ist kein Arzt und daher nicht befugt, Diagnosen zu stellen. Die Sitzungskosten werden von bestimmten Krankenzusatzversicherungen übernommen.