Wie kann man die Lebensqualität am Arbeitsplatz verbessern?

4. März 2020

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Lebensqualität am Arbeitsplatz: Definition

Entspannen lernen

Sich um die Lebensqualität am Arbeitsplatz zu sorgen, bedeutet gemäß der Nationalen Agentur zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen (Anact), Maßnahmen zu erarbeiten, die es ermöglichen, sowohl die Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter als auch die Produktivität des Unternehmens in Einklang zu bringen. Mit der Einführung einer landesweiten branchenübergreifenden Vereinbarung wurden Unternehmen seit 2013 dazu ermutigt, Maßnahmen zur Förderung besserer Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter umzusetzen. Aber die Lebensqualität am Arbeitsplatz (QVT) beinhaltet noch mehr. Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) handelt es sich um ein breites Spektrum, das auf komplexe Weise die körperliche Gesundheit des Menschen, seinen psychischen Zustand, seinen Grad an Unabhängigkeit, seine sozialen Beziehungen und seine persönlichen Überzeugungen umfasst sowie seine Beziehung zu den Besonderheiten der Umgebung. Über den arbeitsmedizinischen Aspekt hinaus zielt die Ausrichtung auf die Förderung der Lebensqualität am Arbeitsplatz darauf ab, das gesellschaftliche Klima und die zwischenmenschlichen Beziehungen innerhalb der Unternehmen zu fördern.

 

Warum sollte die Lebensqualität am Arbeitsplatz verbessert werden?

Die Arbeitswelt entwickelt sich ständig weiter und neue Standards werden gesetzt. Unternehmen sind sich der Notwendigkeit bewusst, sich um ihre Mitarbeiter zu kümmern, strong>sie wenden nicht mehr systematisch eine Top-Down-Management bei den Mitarbeitern an. Die Personalabteilungen setzen sich für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und gleichzeitig für die Steigerung der Gesamtleistung ein. Diese Themen sind seit 2016 in der Gesetzgebung verankert. Das Rebsamen-Gesetz verpflichtet Unternehmen, über QVT (Lebensqualität am Arbeitsplatz) und berufliche Gleichstellung zu verhandeln. Dies betrifft weitreichende Themen, wie sozialen und komplementären Arbeitnehmerschutz, Gleichstellung der Geschlechter, Menschen mit Behinderung, berufliche Integration und Weiterbeschäftigung, Beschwerlichkeit der Arbeit, Recht auf Meinungsäußerung und sozialen Dialog, die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben und schlussendlich die Lebensqualität bei der Arbeit. Im Grunde genommen berücksichtigt die QVT das Arbeitsumfeld und dessen Auswirkung auf das Familienleben. Gemäß einer Umfrage von TNS Sofres glauben 87% der Mitarbeiter, dass von einer guten Lebensqualität am Arbeitsplatz sowohl Mitarbeiter als auch Unternehmen profitieren.

Um die Situation der Mitarbeiter zu verbessern, stellen Managementansätze die persönliche Entfaltung wieder in den Mittelpunkt des Systems. Die sozialen Beziehungen, das Arbeitsumfeld, die Organisation der Aufgaben und die Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben werden wohlwollend geprüft. Diese unternehmerische Politik ist kein schmückendes Beiwerk, sondern macht es möglich, das Personal zu motivieren. Durch das neu gewonnene Engagement der Mitarbeiter steigert das Unternehmen auf jeden Fall seine Leistung. Arbeitsstress, ein Gefühl der Nutzlosigkeit, Unentschlossenheit, Burn out... : zahlreiche psychische Belastungen, die von Mitarbeitern empfunden werden, sind oft nicht offensichtlich. Ein zufriedenes Personal ermöglicht es, frischen Teamgeist zu erzeugen, für ein gesundes Arbeitsumfeld zu sorgen und andere Mitarbeiter somit wirklich zu motivieren. Ein Unternehmen, das beabsichtigt, den Ansatz nachhaltig zu verfolgen, hat auch nach außen das Image eines mitarbeiterfreundlichen Unternehmens, das in der Lage ist, neue Talente zu gewinnen und zu fördern .

 

Einige Beispiele für Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität am Arbeitsplatz

Unabhängig von der Unternehmensgröße können konkrete und einfache Initiativen umgesetzt werden. Aus organisatorischer Sicht könnten Managementstrategien Unternehmen dazu anregen, sich dem Home Office zu öffnen, um die berufliche und private Agenda mit größerer Flexibilität in Einklang zu bringen. Mitarbeiter hätten somit ein echtes Recht auf Erholung, um während des Urlaubs neue Kraft zu tanken usw. Die Personalabteilungen können auch Fachleute einbinden, um Wohlfühl-Workshops durchzuführen oder Experten hinzuziehen zum Erlernen einer guten Körperhaltung bei der Büroarbeit.

Im Alltag sind jedoch praktische Maßnahmen nicht zu unterschätzen. Zum Beispiel verleiht die Begrünung eines Open Space Büros ein entspannendes Ambiente, denn mit den Pflanzen zieht wortwörtlich Leben ein. Es wird auch empfohlen, einen gemütlichen Pausenraum einzurichten, damit sich die Mitarbeiter treffen, ablenken und abschalten können.

 Jemand macht ein Nickerchen in einem Relaxstuhl in einem Ruheraum

Zur Erinnerung: Das Arbeitsgesetz schreibt eine Mindestpausenzeit von 20 Minuten bei einer täglichen Arbeitszeit von mindestens 6 Stunden vor. Immer mehr Unternehmen stehen der Idee des Wohlbefindens am Arbeitsplatz daher offen gegenüber, zumal ein Moment der Entspannung die Produktivität steigert. In einem gemütlichen Zen-Ambiente kann sich jeder in Geschäftsräumen entspannen. Bei der Gestaltung eines Ruheraums stellen geeignete Möbel eine echte Bereicherung dar und sorgen für Relaxmomente am Arbeitsplatz. Neben einer beruhigenden Einrichtung sollte man bequeme Sitzmöglichkeiten zur Verfügung stellen. So kann beispielsweise ein Relaxsessel insbesondere die Lendenwirbel entlasten, die Atmung beruhigen und die Blutzirkulation fördern. Die meisten Krankschreibungen hängen tatsächlich mit Erkrankungen des Bewegungsapparates zusammen. Geeignete Relaxmöbel können ausreichen, um das Wohlbefinden bei der Arbeit zu steigern und die Gesundheit der Mitarbeiter zu erhalten. Diese einfachen Gesten sind entscheidend, um angenehme Arbeitsbedingungen zu schaffen. Zusätzlich zu Gesundheit und Sicherheit ist die Lebensqualität der Mitarbeiter von essentieller Bedeutung, um einen dauerhaften Unternehmergeist zu etablieren und fördern.